Wort auf dem Weg

Aus dem Gemeindebrief Juli/August:

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 
(1. Johannes 4,16)

God is love – dieses Bild begleitet mich schon lange. Das Bild war ein Geschenk an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Alphakurses 2007. Jede und Jeder hatte ein kleines Kärtchen mit diesem Bild darauf erhalten. Damals stand ich  kurz davor, mich in die EmK Charlottenburg aufnehmen zu lassen, doch dann musste ich aus beruflichen Gründen nach Hannover übersiedeln – mit Kind und Kegel, wie man so schön sagt.

In Hannover hatte ich mir dann 20 Buttons in verschiedenen Größen im Internet mit dem „God-is-love-Herz“ anfertigen lassen und trug diese Buttons an meinen Jacken. Wenn sie jemandem gefielen, verschenkte ich sie.

Eigentlich war mir dieses „Gott ist Liebe“ schon sehr viel länger ein Begriff – den ich aber lange Zeit nicht begriff. Nachdem ich mit 18 das Buch „Schicksal als Chance“von Thorwald Dethlefsen gelesen hatte, begann ich allen Leuten zu erzählen, dass Gott Liebe sei. Ich dachte, es genügt, daran zu glauben, dass es Gott gibt. Und ich dachte, Gott liebt mich, egal was ich tue.

Das Problem dabei war, dass ich in Sünde lebte und ich mich eines Tages sogar mit dem Teufel konfrontiert sah – das hatte ich nicht gewollt. Ich war einem Irrtum aufgesessen, und meine Worte von Gottes Liebe waren leer, weil ich nicht in Gott und seiner Liebe war. 

 

 

 

 

Es mussten noch viele Jahre vergehen, in denen ich mich manchmal Gott ziemlich nah und dann wieder meilenwert entfernt fühlte – rückblickend betrachtet ließ mich Gott machen, aber er verließ mich nicht. 

Im vorigen Jahr durfte ich dann eine besondere Erfahrung machen: Während einer Gebetsrunde sollte ich alles, was mich von Gott trennte, vor ihn bringen. Dabei fielen mir plötzlich Dinge ein, an die ich seit über 30 Jahre nicht mehr gedacht hatte (und die ich deshalb bisher nicht bekannt hatte). Ich spürte förmlich die Anwesenheit des Heiligen Geistes. Es war tröstlich und berührend, dass ich sanft und leise, aber deutlich auf die Dinge aufmerksam gemacht wurde, die mich noch von Gott trennten.

Ich bekannte alle diese Verfehlungen, und alle diese „Türen“ wurden dann sinnbildlich verschlossen und versiegelt. Und wenn ich nicht mehr sündige, bleiben diese Türen für immer verschlossen.

Auch wenn ich mich vorher schon Gott nahe gefühlt und seine Liebe gespürt hatte, bin ich nun sicher, dass mich niemand mehr für meine Sünden verurteilen kann. Seitdem fühle ich mich wirklich befreit, Gott nahe und erfüllt von seiner Liebe. Dafür danke ich Gott, Jesus und dem Heiligen Geist von ganzem Herzen.

Delphine Aldave